Outrage Fusion 50 Flybarless Baubericht und Test

Herzlich Willkommen zu unserem Outrage Fusion 50 Baubericht und Test. Wir haben vor etwa 3-4 Wochen die Möglichkeit bekommen diesen Hubschrauber der 600er Klasse komplett flugfertig aufzubauen, einzustellen und auch zu fliegen. Der Bericht zeigt über den Bau bis hin zur Kabelverlegung in etwa 50 Bilder wie alles funktioniert. Über das rechte Inhaltsverzeichnis kann zudem direkt zu den einzelnen Teilbauabschnitten gesprungen werden.
Der Baukasten und InhaltIn dem Baukasten selbst sind alle nötigen Teile zum Bau des Hubschraubers enthalten, ausgenommen der Elektronik. Es gibt 2 verschiedene Ausführungen des Fusion 50. Einmal als Flybarless und als Paddelversion, wir berichten heute über die Flybarless Variante. |
Inhaltsverzeichnis |

Alle Bauteile sind wie gewohnt sauber verpackt und vor äußeren Einflüsse gut geschützt. Für spätere Reparaturen liegt sogar ein Tuch zur Unterlage mit bei.

Nimmt man alle Teile aus den einzelnen Papierboxen fällt einem gleich die Verpackung der Kleinteile ins Auge, diese sind jeweils einzeln mit dazugehörigen Schrauben und oder Anlenkungen verpackt.

Der Rotorkopf
Dank der Flybarless Version ist der Rotorkopf einfach zusammen zu bauen, hier seht ihr ein Explosionbild der benötigten Teile. Zu beachten ist, dass wir hier ein Paddelzentralstück zu Anfang im Baukasten hatten, dieses wurde nachträglich ausgetauscht.

Als ersten Bauschritt wurde die schwarze harte Rotorkopfdämpfung in das Zentralstück eingebracht und von innen mit Fett eingeschmiert, um schließlich die Rotorwelle recht leicht mittig zu positionieren. Im nächsten Schritt wird ein Distanzring für den Abstand aufgelegt und der vorbereitete Blatthalter aufgesteckt.


Nachdem der Blatthalter aufgeschoben ist, wird das Drucklager gut eingefettet (um eine Beschädigung vorzubeugen) eingesetzt. Bitte auf die Einbaurichtung des Drucklagers achten, die äußeren Ringe haben einen unterschiedlichen inneren Durchmesser. Sobald beide Blatthalter gleich hergerichtet sind, werden auch schon die Schrauben zur Befestigung mit Schraubensicherung versehen und eingeschraubt.


Zur Komplettierung des Rotorkopfes fehlen nur noch die Blatthalteranlenkungen und die obligatorisch gravierte Rotorkopfbremse.


Der Taumelscheibenmitnehmer
Hier ist es ein leichtes Spiel, die beiden Mitnehmerarme sind vorbereitet und werden lediglich an das Mittelstück angeschraubt, wobei erst einmal ohne Schraubensicherung gearbeitet wird um dies später beim aufsetzen auf die Rotorwelle zu vervollständigen.


Die Taumelscheibe
Bei der Taumelscheibe ist darauf zu achten, dass hier mit Gefühl die Kugelbolzen mit Schraubensicherung angezogen werden. Leicht kann es passieren, dass ein Gewinde den Geist aufgibt. Bei uns ist es zum Glück nicht passiert.


Das Chassi
Nach den ersten schnellen Schritten geht es zum komplexeren Teil der Fusion 50, dem Chassi. Eben die ersten Teile rausgesucht und schon werden die ersten Teile miteinander verbunden. Schritt für Schritt kommen die großzügigen Auflageflächen und Halterungen für die späteren RC Komponenten hinzu.


Auf der linken Seite steht bereits ein Teil des Chassis und auf der rechten Seite sind 2 der insgesamt 4 Haubenhalterung des Fusion 50. Interessant ist, dass die Halterungen nicht direkt an das Chassi selbst angeschraubt werden, sondern erst über eine sogenannte Sollbruchstelle mit dem Chassi verbunden werden.


Im nächsten Schritt seht ihr die Taumelschreibenführung inklusive der Nickanlenkung. Achtet hier darauf, dass beim Zusammenbau ihr erst den Kugelkopf und dann den unteren Teil der Anlenkung aufbaut und anschließend die abgeflachten Stellen der Welle für eine bessere Montage trefft.

Nun geht es Schlag auf Schlag, in den kommenden beiden Bildern seht ihr die montierten 4 Haubenhalterungen. Bei den Hinteren ist sicherzustellen, dass ihr auch die Nickanleungen bereits nach oben zeigen habt, sonst dürft ihr die hintere Halterungen wieder entfernen.


Ein gutes Konzept ist ebenfalls bei der Motorbefestigung vorhanden, hier wird die Motorhalterung mit der mittleren Rotorwellenlagerung verbunden um mehr Verwindungssteifigkeit zu erreichen, was wiederum das Hauptzahnrad davor beschützt die einzelnen Zähne bei starken Belastungen zu verlieren. Links kurz die benötigten Teile und rechts die kurz vormontierte Motorplatte.


Wir haben nun um die Passgenauigkeit zu überprüfen auch den Motorschutz montiert. Wie auf den Bildern zu sehen, wurde ebenfalls die andere Chassihälfte angebracht.
Bisher konnten wir sehr positiv über den Bau berichten, er ist leicht verständlich und geht leicht von der Hand.


Über das Landegestell brauchen wir nicht viel schreiben, außer, dass es gut unter das Chassi montiert werden kann. Aber bei einem eventuellen Absturz wird die untere Halterplatte aus Plastik sehr wahrscheinlich kaputt gehen. Vielleicht wären hier Nylonschrauben besser geeignet.

Das Heckservo
Bevor es zum eigentlich Heckausleger geht, muss das Heckservo samt Halterung und Servohorn moniert werden, weil es bei moniertem Heckausleger nicht mehr eingestellt werden kann. Außer es wird die komplette Heckhalterung ausgebaut.


Im linken Bild seht ihr kurz die Heckhalterung mit Servo und ganz nebenbei auch die Chassiversteifung. Weiter im rechten Bild wird das bereits auf 90 Grad eingestellte Heckservo gezeigt. In unserem Fall ist der Kugelbolzen in der Mitte der 3 Löcher des Servohorns vom Savöx SH-1290 MG angebraucht.


Das Heck und der Heckausleger
Als Vorbereitung legen wir die Teile der Heckhalterung und des Heckgehäuses bereit. Eine nicht wenige Anzahl von Schrauben werden für die Montage der Heckhalterung benötigt. Hierbei ist zu beachten, dass bereits vormontierte fest angezogene Schrauben in der Heckhalterung das spätere einbringen des Heckrohrs extrem beschwert und gelöst werden müssen.


Der klassische Hecksteuerhebel wird mit 2 Kugellagern und mit Schrauben für die Führung bestückt. Auch hier die Schraubensicherung verwenden. Den ohne Heckwirkung fliegt es sich nicht gerade gut.


Nun seht ihr den fertigen Hecksteuerhebel am Heckgehäuse, einige Hubschrauber aus dem JR Hause und weitere nutzen dieses Prinzip der Anlenkung bereits erfolgreich über Jahre hinweg.

Weiter geht es zum eigentlichen Heckrotor, dieser ist zwar bereits vorbereitet, soll in unseren Augen allerdings noch einmal demontiert und kontrolliert werden, ob auch Schraubensicherung vorhanden ist. Ein Blick schadet schließlich nicht.


Geübte Finger schrauben das Heck recht schnell zusammen. Zu beachten ist, dass die Anlenkung des Heckrotors richtig montiert wird, im Fusion 50 eben vorlaufend nach hinten zeigend.

Nach den ganzen Kleinteilen des Heckgehäuses kommen wir zum Heckrohr und dem Starrantrieb. Solltet ihr das erste mal ein Starrantrieb einbauen, holt am besten einen 2 Mann der euch bei dem ganzen hilft. Einfach ist es nicht. Anbei die vorbereiteten Teile.

Als ersten Schritt werden die 2 Kugellager mit dickflüssigen Sekundenkleber extreme vorsichtig mit den angegebene Abständen aus der Bauanleitung aufgeklebt. Weniger Sekundenkleber reicht aus und es darf nichts in das Lager gelangen, denn dann wird dieses blockiert. Ruhig den Kleber etwas antrocknen lassen und dann langsam das Kugellager aufschieben, bis sich wie auf dem Foto zu sehen eine kleine Rolle bildet. Jetzt aushärten lassen und die Dämpfung auf die Kugellager setzen.

Im nächsten Schritt wird der Starrantrieb mittels Fett oder Öl in das Heckrohr eingesetzt, welches wie beschrieben eine kniffelige Angelegenheit ist. Lieber etwas mehr Fett oder Öl nehmen bevor ihr die Gummidämpfung auf dem Weg zum Ziel verliert.
Nach einer kleinen Pause geht es zur Montage des Heckauslegers, wie erwähnt demontiert bitte als erstes die vormontierte Heckhalterung, setzt dann das Heckrohr bis zum Anschlag an und dann das selbe mit dem Heckgehäuse. Achtet dabei auf Leichtgängigkeit der Starrwelle / des Hechrotors. Etwas Spiel im System ist ganz normal und auch nicht wegzubekommen.
Nachdem der Heckausleger nun im Chassi verschraubt wurde, kann bereits die Heckabstrebung und das Höhenseitenleitwerk angesetzt werden. Leider wurden die Kanten des Höhenleitwerks CFK’s nicht entgratet.


Kurzer Hand wird der Rotorkopf und das Hauptzahnrad, welches noch mit dem Freilauf versehen werden muss, montiert. Achtet auf das rechte Bild, hier haben wir schon das richtige Rotorkopfzentralstück verbaut. Ebenso wird nun die Schraubensicherung bei dem Taumelscheibenmittnehmer benötigt. Zudem finden auch die ersten Anlenkung der Blatthalter Einzug.


Die Taumelscheibenservos
Zum Einsatz in unserem Fusion 50 kommen 3 Servos der Marke Savöx, mit der Bezeichnung SH-1258TG, dies schafft bei 6V eine Stellgeschwindigkeit von 0,08 auf 60 Grad und 120 Ncm (ca. 12KG) Stellkraft. Dieses Servo funktioniert einwandfrei mit Flybarless Systemen. Nachdem die Gummihalterungen und die Messinghülsen (richtig herum, mit der flachen Seiten nach unten) vorbereitet wurden,

werden diese ebenfalls in das Chassi wie auf den Bildern zu sehen eingebaut. Das vordere Servo auf der rechten Chassiseite bekommt zudem einen Abstand um 2 Push Pull Anlenkungen auf der Seite realisieren zu können.


Weiter im Programm geht es zur Nickanlenkung, links im Bild ist die rechte Chassiseite zu sehen, hier und auf der anderen Seite wird ein Messingring als Unterlage zum Kugellager aufgelegt. Nun kommt der rechte Push Pull Umlenkhebel für die Taumelscheibe auf die Welle und zum Schluss die Anlenkung der Nickführung, achtet hierbei dass Ihr bei der Nickanlenkung das abgeflachte Stück der Welle mit der Madenschraube trefft.


Auf der linken Chassiseite wird lediglich die linke Taumelscheibenumlenkung aufgesetzt und mit einer Schraube und Schraubensicherung gesichert.


Die Einstellung der Taumelscheibe und deren Gestänge geht dank dieser Fixierstanden, welche mit im Bausatz enthalten sind, sehr schnell. Nachdem die Gestänge nach den angegeben Maßen mit den Kugelköpfen bestückt wurden, kann die Feineinstellung beginnen.

Die beiden Gestänge justieren die Roll und Nickanlenkung so, dass die Taumelscheibe auf 0 Grad Pitch eingestellt ist. Nun werden die 3 Taumelscheibenservos auf Mittelstellung gebracht und die optimale Servohornrasterung gesucht. Nachdem diese gefunden wurde, werden die beiden Push Pull Gestänge jeder einzelnen Funktion aufgesetzt.
Ein kleiner Tip von uns, am besten setzt ihr das Servo, welches ihr gerade einstellt, unter Strom und lasst es in der Mittelstellung verweilen und verlängert oder verkürzt die Gestänge so, dass bei Nullstellung kein / bis sehr wenig Geräusche vom Servo kommen.

Der Antrieb
Über Jahre hinweg hat sich der leistungsstarke Jive 80HV+ von Kontronik bewährt. Der Regler kann an bis zu 12S LiPo Akkus angeschlossen und bis zu 80A im Dauerbetrieb bei optimaler Kühlung bewältigen. In unseren Augen werden wir bei der Anwendung mit 10S LiPo Akkus die 80A Grenze des Jive 80HV+ nicht ankratzen.
Wir haben uns ebenfalls für den Jive 80HV+ entschieden, da dieser über eine eingebaute 5A Stromversorgung (BEC) für unsere RC-Komponenten verfügt. Zu empfehlen ist, ein zweites Kabel zur Stromversorgung eingesetzen, um dem Strom mehr Kabelquerschnitt zu bieten und somit das eine Master Kabel zu entlasten.

Beim Motor haben wir uns für einen neuen Turnado A50-12L mit 470kv entschieden. Der neue Motor wurde auf der Nürnbergermesse 2011 (wir berichteten) vorgestellt und muss nun sein ersten Dienst bei unserem Fusion 50 verrichten. Im folgenden Bild ist er bereits mit der Motorplatte und dem Gegenlager inklusive eines Ritzels mit 16 Zähnen auf der 6mm Motorwelle versehen. Achtet bitte auf die Einschraubtiefe der Motorschrauben, hier darf es keine Berührung mit der Motorwicklung selbst geben.

Im nächsten Schritt wird der Jive 80HV+ und der Turnado A50-12L an den vorgesehenen Stellen angebracht. Bei der Motormontage können nun alle Schrauben nach dem einstellen des Zahnflankenspieles mit Schraubensicherung gesichert werden. Regler und Motor bekommen nun 4mm Goldstecker-/ Buchsen und werden miteinander verbunden.

Wer sich nun fragt, wie der Regler programmiert wird, der wird erstaunt sein, in etwa 30 Sekunden ist der Regler programmiert. Bitte vor der Programmierung alle Rotorblätter entfernen. Es wird der Regler Modus 4 für Hubschrauber ohne Bremse benötigt. Dieser wird wie folgt eingestellt:
Schritt 1: Jumper auf die beiden äußeren Pinne stecken
Schritt 2: Sender einschalten, mit Gas null Stellung, Bestätigungspiepse abwarten
Schritt 3: Antriebsakku anschließen
Schritt 4: Jumper abziehen, Bestätigungspiepse abwarten
Schritt 5: Regler piepst Modus für Modus durch. Modus 1 -> 1 Piep, Modus 2 -> 2 Pieps
Schritt 6: Bei Modus 4, also 4 Pieps den Gasknüppel auf Vollgas geben
Schritt 7: Regler bestätigt den Modus mit dem Bestätigungspiepsen
Schritt 8: Nun piepst der Regler mit 4 Piepsen somit ist Modus 4 eingestellt
Schritt 9: Akku abziehen, fertig

Die Kabelverlegung
Insgesamt 4 Servokabel und 2 Reglerkabel wollen jetzt verlegt werden. Vorab müssen wir das Heckservokabel um mindestens 15cm verlängern, da dies sonst zu kurz ist und nicht verbunden werden kann.

Alle Kabel wurden an der Innenseite des Chassis ordentlich entlang gelegt und schauen nun alle vorne unter der Servoplattform heraus.

Da es sich um den Fusion 50 um die Flybarless Version handelt, benötigen wir ein ebenfalls ein Flybarless System. Wir haben freundlicherweise ein VStabi Blueline zur Unterstützung dieses Berichtes von Mikado Helicopters erhalten, wird dies wird nun in dem Fusion 50 eingesetzt.

Zu guter letzt zeigen wir euch, wie die Kabel am VStabi Blueline angeschlossen wurden. Im Nächsten Schritt wird das VStabi Blueline mit der dazugehörigen Software Schritt für Schritt eingestellt. Dies werdet ihr in einem weiteren Bericht, welcher in kürze seperat veröffentlicht wird, sehen.
Unser Fazit zum Bau und Einstellen vom Outrage Fusion 50
Für die RC-Komponenten steht viel Platz zur Verfügung und es kann nahezu alles, sogar noch ein separater Empfänger für Flybarless Systeme, untergebracht werden. Dank der vorgegebenen Befestigungspunkte kann die Kabelverlegung ebenfalls einfach durchgeführt werden.
Das Flugverhalten ist VStabi typisch und lässt in Verbindung mit den 600mm Flybarless Rotorblättern von Spinblades kaum wünsche offen. Dank der optimalen Motorisierung vom Kontronik Jive 80HV+ mit Hacker Turnado A50-12L im Betrieb an 10S LiPo Akkus kann der Fusion 50 ein guter Trainingshubschrauber werden.
Der Bau des Fusion 50 hat ca. 8 Stunden gedauert und war leicht und verständlich, er ist in unseren Augen für Anfänger / Fortgeschrittene geeignet. Beim Bau wurde klar, dass es sich hier um keine Highend Aluminiumteile handelt, welches ebenfalls am Preis zu sehen ist, allerdings ist die Qualität der Aluminiumteile für den Preis gut.
Wir bedanken uns herzlich beim Deutschland Distributor von Outrage RC und Onlinehändler Acrowood.net, er unterstützte diesen Baubericht mit dem Fusion 50 Flybarless. Ebenso geht ein großes Danke an die Firma Kontronik für die Unterstützung dieses Bauberichtes mit einem leistungsstarken Jive 80HV+. Hinzu kommt schließlich die Firma Spinblades für die 600mm Flybarless Rotorblätter. Zu guter letzt geht ebenfalls ein großes Danke an die Firma Mikado Helicopters für die Unterstützung mit einem VStabi Blueline, eins mit der wichtigsten Komponenten im Flybarless Hubschrauber.

Wollt nun auch Ihr in den Genuss dieses Fusion 50 von Outrage RC kommen, dann wartet nicht lange und greift auf unseren Bau & Einstellungsservice zurück. Wir bieten euch an, einen kompletten Fusion 50 von Grund auf zu Bauen und einzustellen, welchen Ihr dann euer eigen nennen könnt.







