Kasama Srimok 90N Baubericht und Test
Herzlich Willkommen zu unserem rcHeliNews Baubericht und Test zu dem Srimok 90N von Kasama. Der Srimok 90N liegt uns diesmal mit 2 nützlichen Updates, einmal mit einem Low Rider Head (zu Deutsch: tiefergeleter Rotorkopf) und den Competition Arm Grips (zu Deutsch: Wettbewerbsblatthalter) vor. Wie er sich im Baubericht schlägt, findet ihr nun im folgenden.

Zu Anfang beginnen wir diesmal nicht mit einem Bild vom Baukasten, wie üblich. Sondern fangen direkt mit dem Bau der ersten Baustufe an. Hier seht ihr die Einzelteile der speziellen Motorhalterung für den Verbrennungsmotor, welcher an 4 Punkten vibrationshemmend gelagert wird.


Nach dem ersten Begutachten der Aluminiumteile bleiben unsere Augen beeindruckend an den Teilen hängen. Die Qualität der Bauteile sind ein Augenschmaus, selten haben wir eine so gute Ausführung von Aluminiumteilen gesehen. Zudem sind sie nicht nur sehr gut verarbeitet, es ist auch auf nahe jedem Bauteil die Bezeichnung / Artikelnummer versehen. Die nun vorbereitete Motorhalterung steht nun vor uns.

Im weiteren Schritt kommen wir bereits zum Landegestell, dies ist in CFK ausgeführt und macht trotz der Schellen ebenfalls einen stabilen Eindruck.
Mit wenigen Handgriffen werden die CFK Platten mit der Motorhalterung von unten an den schräg gefrästen Stellen mittels M3 Schrauben, Unterlegscheiben und Schraubensicherung befestigt und schon steht der erste der Srimok 90N, auch wenn er noch etwas klein ist auf eigenen Beinen.

Schon kommen wir zum Verbrennungsmotor für dem Srimok 90N. Uns liegt ein Yamada YS-120 vor, dieser hat seit seiner Einführung in den Markt und dank beeindruckenden Videos von Top-Piloten gezeigt, was er in der Lage ist an Leistung zur Verfügung zu stellen. In Verbindung mit dem ausgeklügeltem System der Fliehkraftkupplung und dem Lüfterrad verschmilzt der YS-120 zu einem Sahnestück.


Die Montage des Lüfterrades und der Kupplung geht sehr einfach von statten. Das System wird sehr einfach zusammengeführt und hält sich selbstständig zusammen. Es wurde hinzu darauf geachtet, dass diese Kombination wartungsarm bis wartungsfrei ist, worüber wir uns sehr freuen. Sollte jedoch einmal der Fall eintreten, dass der Motor gewartet werden muss, dann kann dieser einfach nach unten aus dem Chassi, nachdem die nötigen Schrauben gelöst worden sind, entnommen werden.
Nach diesen Vorbereitungen widmen wir uns dem Chassi des Srimok 90N. Hier seht ihr eine kleine Übersicht der beiden Chassiseiten. Wenn ihr euch die Frage stellt, warum an einigen Stellen kleine extra Schlitze gefräst wurden, diese dienen zur besseren Kräfteverteilung und können zum Beispiel bei einem Crash dazu beitragen, dass gewisse stellen nicht brechen. Getestet haben wir dies jedoch nicht, wäre auch viel zu Schade um den Srimok 90N.


Nach nur wenigen Schrauben, die übrigens meistens nur mit Stoppmuttern gesichert werden und nicht wie üblich mit Schraubensicherung stehen auch schon beide Chassiseiten vor uns auf dem Landegestell. Wir ihr sehen könnt haben wir ebenfalls den Motor an der Motorhalterung montiert.


Nun stehen die beiden Heckhalterungen auf dem Bauplan, diese werden allerdings jetzt nur eingesetzt und noch nicht angezogen, da das Heckrohr noch fehlt. Drauf zu achten ist hier, nicht die beiden Halterungen zu wechseln, eine hat auf dem ring eine Einkerbung, diese muss nach vorne eingebaut werden.


Das Hauptzahnrad kommt als nächstes an die Reihe. Hier haben wir einmal die Einzelteile des Hauptzahnrades für euch aufgereiht. Versucht einmal weiße Hauptzahnräder vor weißem Hintergrund zu fotografieren, dann wisst ihr, was für einen Aufwand wir für euch betrieben haben um auch alles wie gewohnt zu dokumentieren.


Hinzu nehmen wir uns noch die Hauptrotorwelle, die 3 Hauptrotorlagerungen und montieren dies Teile. Hier ist Fingerspitzengefühl angesagt, ihr müsst zuerst alles einmal einsetzen und danach könnt ihr mittels der Schrauben und Stopmuttern die Lagerblöcke so montieren, dass kein Spiel im System ist. Es liegen auch noch Unterlegscheiben bei, diese empfehlen wir auch einzusetzen, ohne geht es nicht.
Wo wir uns derzeit die Frage stellen, ist es eigentlich notwendig die M3 Schrauben und die Stoppmuttern genau in die vorgegebene Richtung wie in der Anleitung zu montieren. Im Prinzip sehen wir keinen Hinweis darauf, dass dies wirklich 100% gemacht werden muss oder ob es sich lediglich um eine kleine Spielerei handelt.

Für den Starrantrieb benötigen wir auch ein Heckabtriebsritzel, dieses wird wie folgt zusammengesetzt und nach Anleitung mit so gut wie Null Spiel versehen, es sollte aber auch nicht stramm laufen oder sogar blockieren, achtet bitte hierauf, dann kann nichts falsch gehen, Schraubensicherung ist ebenfalls Pflicht!


Um das Heckabtriebsritzel in der Steigung einzustellen ist es möglich an der mittleren schraube auf der rechten hälfte des folgenden Bildes dies einzustellen. Bevor ihr dies jedoch in Angriff nehmt, sollten die Montageschrauben gelockert werden, sonst passiert gar nichts. Das Spiel zum Hauptzahnrad stellt ihr am besten dann ein, wenn das komplette Heck angebracht wurde.

Um der Antriebswelle den nötigen Halt zu geben, wird nun eine vibrationsentkopelte Halterung angebracht. Ohne diese würde sich die Antriebswelle bei Belastung verwinden und kann keine Kraft ordentlich auf das Hauptzahnrad übertragen. Im selben Schritt findet auch das Lüftergehäuse in den Srimok 90N.


Wenn die beiden Teile fertig montiert wurden, schaut das ganze wie im folgenden Bild aus. Es ist schon beachtlich wie fix der Bau und die Dokumentation (Bilder) von statten geht. Bis jetzt haben wir etwas mehr als 3 Stunden benötigt.

Beim Srimok 90N ist wie unschwer zu erkennen eine Taumelscheibenanlenkung über gewisse Umlenkungen vorgesehen. Die Taumelscheibenführung wird mit den hinteren Haubenbefestigungen nach hinten raus und Umlenkhebel angebracht, auch hier ist ebenfalls darauf zu achten, dass die untere Befestigung noch nicht endgültig in Position zu bringen ist, den die Taumelscheibe fehlt noch. Erst dann kann die Führung nach vorne gekippt und fest geschraubt werden.

Zur Taumelscheibe gibt es nicht viel zu berichten. Diese muss wie auch alle anderen Metal / Metal oder Aluminium Verbindungen mit Schraubensicherung gesichert werden.
Anschließend wird diese schon einmal proforma auf die Hauptrotorwelle gesteckt, die Anlenkungen können ebenfalls vorbereitet werden. Hier ist es wichtig, da es sich um die “Low Rider Head” Variante handelt, spezielle Maße aus dem Beiblatt zu entnehmen.
Nun kommen wir zum Rotorkopf. Dieser hat nicht wie andere Flybarless Rotorköpfe wenige, sondern einige Teile mehr dabei. Die Competition Arm Grips werden von der Taumelscheibe zwar direkt angelenkt, aber es ist noch einmal eine interne Umlenkung enthalten die wieder zurück an den Taumelscheibenmitnehmer geht.

Zunächst werden die Hülsen mit jeweils 3 Gummiringen und Fett in das Zentralstück gedrückt, achtet hierbei, dass ihr die Gummiringe nicht beim hineindrücken beschädigt. Schließlich fügt ihr die Blattlagerwelle hinzu und dann eine Unterlegscheibe, damit der Blatthalter nicht direkt an der Hülse schleift.


Die Blatthalter bekommen im linken Bild ihre speziellen Competition Arm Grips angeschraubt, bitte schaut, dass hier auch hier Schraubensicherung verwendet und die richtigen Schrauben nehmt. Im ganzen werden die Blatthalter noch mit einer M4 Schraube an die Blattlagerwelle geschraubt und dann auf die Hauptrotorwelle mittels 4 M3 Schrauben befestigt, damit da auch nichts dem Zufall überlassen wird.


Für den Srimok 90N verwenden wir die neuen beliebten Savöx SB-2271MG auf der Taumelscheibe und ein Savöx SB-2272MG, welche alle samt HV Servos sind. Das Gasservo ist ein normales 1290MG von Savöx, doch dazu später mehr.

Um die Taumelscheibenservos an ihre Stelle zu bringen müssen die aufwändig gestalteten Umlenkungen an die Savöx Servos angebracht werden. Interessant sind die 3 dünnen Blechplättchen die dafür sorgen sollen, dass wenn es zu einem Crash kommt, die Kräft dort aufgenommen werden und somit ein Getriebeschaden vorgebeugt wird.

Auch bei der Halterung der Taumelscheibenservos, welche nach vorne heraus am Chassi angebracht werden, sind wieder Gummihülsen für die Vibrationshemmung zu finden.


Nachdem schließlich alle Teile für die Taumelscheibenservos angebracht sind, ist soll ein kleiner Spalt von 0,5mm vor dem CFK Plättchen eingestellt werden. Dies kann durch Änderung der Aluminiumarme erreicht werden.

Für das Taumelscheiben-Nickservo sind ebenfalls einige Umlenkhebel vorgesehen, hier sind ebenfalls die Blechplättchen zu finden. Nachdem die Montageprozedur hier erneut durchgeführt wurde,
zeigt sich die Umlenkung in voller Pracht. Dadurch, dass nun die Servos eingebaut sind, ist es zu empfehlen, die noch lockere Taumelscheibenführung in Position zu schieben und zu befestigen.

Der Taumelscheibenmitnehmer wird idealerweise am Zentralstück, wie bei gängigen Flybarless Systemen üblich, befestigt. Es bedarf Ansicht kein Hexenwerk um den Taumelscheibenmitnehmer in die richtig Höhe einzustellen. Stellt dazu die Servos auf die Mittelstellung und entnehmt aus dem Zusatzblatt vom Low Rider Head die Maße. Vergisst nicht ein Tröpfen Schraubensicherung bei der Montage.

Jetzt fügt ihr noch die restlichen Rotorkopfgestänge hinzu und nun kann sich die Mechanik des Srimok 90N schon einmal sehen lassen. Worüber wir noch gar nicht geschrieben haben ist das recht dünne Chassi. Durch die schmale Bauweise wird die Kabelverlegung zu einem kleinen Nervenakt, doch wie wir finden, ist und dies sehr gut gelungen, alle Kabel haben zwischen den Servos und der Akkuhalterung Platz gefunden.

Für die Heckanlenkung bauen wir nun das Heckservo in das Chassi und bereiten den Umlenkhebel und die Gestänge vor. Als Anhaltspunkt, damit ihr auch genügend Servoweg habt, ist die senkrechte Ausfräsung bei dem Umlenkhebel auf der rechten Chassiseite. Wenn euer Heckservo auf der Mitte steht, müsst ihr nun die Länge des ersten Gestänges so einstellen, dass der Umlenkheben gerade auf dieser Markierung steht.


Leider haben wir von dem hinteren Umlenkhebel kein Bild zur Hand gehabt. Somit muss eins vom Heckservo genügen.

Das Gasservo wird nun eingebaut und das Gestänge wie auf dem Bild bei Mittelstellung des Servos eingebaut. Achtet hier genau auf die Anstellung des Vergasers, gerade eben auf dem Bild ist zu erkennen das auf dem Vergasergehäse und dem Beweglichen Teil des Vergasers Markierungen sind, bei Mittelstellung zeigen nun beide mittleren Markierungen aufeinander.

Der Heckrotor bedarf ebenfalls größerer Aufmerksamkeit. Das Heckgehäuse kommt bereits vorgefertigt, sollte jedoch noch einmal auf Schraubensicherung kontrolliert werden. Dann finden auch schon die Bauteile für die Heckanlenkung ihren Platz. Die Idee dieser Anlenkung habe wir persönlich noch nicht in der Hand gehabt.


Die Heckpitchhülse ist typisch wie bei nahezu allen anderen Modellhubschraubern ausgerichtet und ist auch schnell montiert. Es kann vorkommen, dass sich in der Messinghülse ein kleiner Grad befindet, dies war bei uns der Fall, doch aufpassen, aufpressen bringt hier gar nichts. Der Grad muss beseitigt werden damit die Hülse sanft und ohne Spiel auf der Heckrotorwelle gleitet.


Der Heckrotor wird ebenfalls auf Schraubensicherung kontrolliert und angebaut.


Beim Srimok 90N wird ein Starrantrieb verwendet, dieser ist bereits teil vormontiert. Wie auf dem Bild zu sehen sind 2 Kugellager mit Gummiringen für die Lagerung vorgesehen. Auch auf dem Bild zu sehen ist ein Teil des Heckanlenkgestänges und die Heckabstrebungen.

Für die Fixierung der Kugellager auf dem Starantrieb werden 2 Aluminiumringe vor und hinter dem Kugellager mittels Sekundenkleber befestigt. Die Positionen der Kugellager sind in der Anleitung mit Maßangaben vorgegeben. Hierbei ist zu beachten, dass kein Sekundenkleber in das Kugellager kommt, denn dann kann der komplette Starantrieb nicht mehr verwendet werden und ein neues muss her.


Nachdem der dickflüssige Sekundenkleber ordnungsgemäß getrocknet ist kann dieser mittels Silikonspray in das CFK Heckrohr eingeschoben werden, ohne geht es nicht, den die Gummiringe springen immer wieder über die Kugellager und dann ist keine Lagerung vorhanden und kann Vibrationen verursachen.

Jetzt kann der komplette Heckrotor an das Heckrohr angebracht werden. Die Schelle welche das Heckrohr auf dem Heckrotor hält hat nicht nur eine Schraube zum klemmen, sondern es wird ebenfalls eine zweite Schrauben gegen das verdrehen des Heckrotors eingesetzt, welches durch ein vorgesehenes Loch in das Heckgehäuse eingeschraubt wird. Die Heckfine wird nun auch mittels M3 Schrauben und Schraubensicherung angebracht.
Nun wird das Heckrohr in die beiden Heckhülsen geschoben, ausgerichtet und auf Leichtgängigkeit geprüft. Wenn dies der Fall ist, können die 4 Schrauben der Heckhalterungen angeschraubt werden. Ein zu festestes anschrauben kann jedoch einen Riss in dem CFK Heckrohr verursachen, weniger ist in diesem Fall mehr.


Nun kommen wir auch schon fast zum Ende des Bauberichtes. Für den Motor haben wir den idealen Wegbegleiter empfohlen bekommen, das Hatori 120 FS-3D. Mittels den mitgelieferten Schrauben und 2k Klebstoff wird die Halterung des Hatori am Motor geklebt. Darauf kann dann der Dämpfer aufgesteckt und befestigt werden.


Hier seht ihr noch einmal ein Überblick von der kompletten Mechanik inklusive Mikado VStabi, die fertigen Gestängen und Hatori 120 FS-3D.

Unser Fazit zum Kasama Srimok 90N mit Low Rider Head und Competition Arm Grips:
Der Srimok 90N ist ein mit viel Know-how konsturierter Modellhubschrauber der 90er Klasse. Bei der Mechanik wurden möglichst viele Details für die Vibrationhemmung, welche vom Verbrennungsmotor abgefangen werden sollen, verwirklicht. Durch seine schlanke Bauweise gibt es nur wenig Spielraum für die Platzung der RC-Komponenten, wodurch jedoch der Hubschrauber sehr aufgeräumt ist.
Bei den Kosten des uns vorliegenden Kasama Srimok 90N finden wir uns bereits im guten 2.800€ Bereich. In dem vorgestelltem Hubschrauber kamen folgende Komponenten zum Einsatz:
1x Srimok 90N Cyber Head
1x Competition Blatthalteranlenkungen
1x YS 120 SR Hatori Combo
1x Mikado V-Stabi
3x Savöx SB-2271SG
1x Savöx SB-2272MG
1x Radix 710mm FLB Hauptrotorblätter
1x Radix 105mm Heckrotorblätter
Des weiteren empfehlen wir in Verbindung mit einem passenden Drehzahlsensor die VStabi Pro Software Version um die Ideale Performance aus dem System zu holen.
Die Flugeigenschaften überzeugen über die komplette Bandbreite. Nicht nur bei spontanen Treffen auf Flugplätzen, sondern auch im Grenzbereich lässt sich der Srimok 90N von Kasama sehr direkt steuern. Leistung steht dank der perfekten Abstimmung von Yamada YS-120 SR und dem Hatori 120 FS-3D auf das System jederzeit zur Verfügung und macht Laune auf immer mehr Flüge. Die Qualität der Verarbeitung sucht seines gleichen und steht ganz oben auf unserer Liste.
Wir bedanken uns herzlich bei der Firma www.helistore.at, welche uns diesen Hubschrauber für den Bericht freundlicherweise zur Verfügung gestellt haben.







