Align T-Rex 450 Pro V2 Baubericht und Test

Herzlich Willkommen zu unserem rcHeli-News Baubericht und Test zum neu erschienen T-Rex 450 Pro V2 von Align. Dieser Hubschrauber liegt uns in der sogenannten Super Combo mit 3GX Flybarless System vor und will nun gebaut werden. Wir sind gespannt wie sich der kleine 450er schlägt.

Nach der ersten Begutachtung der einzelnen Teile haben wir einmal alles für euch ausgebreitet. Es ist immer erstaunlich wie viele Teile in der doch recht kleinen Verpackung untergebracht werden. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass es hier um einen T-Rex handelt, alle Teile sind wie bei seinen Brüdern ordentlich in Baustufentüten verpackt. Hier seht ihr einen kurzen Überblick über alle nötigen Teile der Super Combo.

Im ersten Schritt geht es zum Aufbau des Rotorkopfes. Die Blattgriffe sind bereits mit den Kugellagern versehen und machen einen guten Eindruck.

Die beiden Blatthalter erhalten nun Ihre Anlenkstangen, nachdem diese mittels Schraubensicherung befestigt wurden geht es weiter zu den Drucklagern. Die Drucklager sollen in der richtigen Richtung eingesetzt und mit Fett versehen werden, da sich sonst die Lebensqualität verringert und Schäden vorprogrammiert sind.

Nach der richtigen Ausrichtung der Drucklager geht es zur Vorbereitung für die Endmontage der Blattgriffe am Zentralstück. Es wird ein Aluminium Distanzring zwischen Kugellager und Kopfdämpfung platziert. Die Kopfdämpfung selber bekommt ebenfalls wie die Drucklager ein wenig Fett, dies ermöglich einerseits ein besseres zusammensetzen und erhöht auch die Lebensdauer der Kopfdämpfungen. Das war es dann auch schon, mittels den beiden Rotorwellenschrauben und Schraubensicherung werden die Blattgriffe und Zentralstück verbunden.

Bei der Taumelscheibe ist sehr darauf zu achten, das die kleinen Kugelbolzen mit Schraubensicherung und viel Gefühl angezogen werden, nicht nur hier sondern bei allen Schrauben besteht schnell die Gefahr, dass bei zu viel Muskelkraft die Gewinde beschädigt werden. Die beiden Pitchgestänge sind hingegen leicht anzufertigen, beim einsetzen ist darauf zu achten, dass die Seite mit dem größeren Durchmesser auf die Kugel aufgebracht wird, anders herum geht es zwar auch, aber es entsteht nach einiger Zeit mehr Spiel.

Beim Taumelscheibenmitnehmer gibt es nicht viel zu beachten, lediglich, dass auch hier die gute Schraubensicherung nicht fehlen darf. Eventuell kann man die Anlenkungen im Vorfeld mit etwas drücken von einer Flachzange etwas leichtgängiger gestalten.

Nach kurzer Zeit schaut der Rotorkopf recht edel aus, sondern ist auch bereits fertig montiert.

Das Chassi

Nun kommen wir zum Hauptpart des T-Rex 450 Pro V2, dem Chassi. Die erste Seite wird mit ein paar Schrauben, Schraubensicherung, den beiden Domplatten und der Motorhalterung bestückt. Bitte die Richtung der Domplatten beachten. Jetzt gibt es noch eine kleine RC-Platte für das 3GX, welche im unteren Hinterteil des Chassis lediglich eingesetzt wird.

Nach der ersten Seite, folgt gleich die zweite Chassiseite. Auch die beiden Haubenbefestigungen werden bereits jetzt montiert. Uns ist aufgefallen, dass die RC-Platte sich nicht mal eben in die dafür vorgesehenen Schlitze einstecken lies, hier musste mit einer kleinen Pfeile nachgearbeitet werden.

Das Landegestell

Klein aber fein, so zeigt sich das Landegestellt von seiner besten Seite. Mit ein paar gekonnten Handgriffen wird es zusammengesetzt. Die untere CFK Platte trägt zur Stabilisierung des ganzen Chassis bei.

Eine kurze Probe ob der Landegestell auch einfach angebracht werden kann und jetzt kann der T-Rex 450 bereits auf eigenen Beinen stehen, aber halt. Bevor Ihr das Landegestell fest montiert müsst ihr das 3GX Flybarless System auf die RC-Platte mit dem beigelegtem Schaumstoffpad kleben, denn nach der Montage des Landegestelles bekommt ihr das 3GX nicht mehr zwischen das Chassi. Uns stellt sich die Frage, was Align dabei geritten hat. Es gibt zwar die Möglichkeit das 3GX auf das Heckauslegergehäuse zu kleben, aber dann hat man einerseits Probleme bei der Kabelverlegung und andererseits verschwinden die Kabel nicht wie gewünscht im Chassi.

Auf dem linken Bild seht ihr auch noch einmal das im Chassi eingebaute 3GX, viel Platz ist nicht, jedoch wurden Aussparungen für alle nötigen Anschlüsse schon vorgesehen. Wer also zum Beispiel Spektrum Satelliten als Empfänger nutzt, sollte hier besonders acht geben. Einmal eingeklebt bekommt man es kaum wieder bewegt.

Das Heckauslegergehäuse wurde schon vorbereitet und liegt bereit für seine montage. Beim Heckrotor muss allerdings noch einiges getan werden. Dies ist zwar schon vorbereitet im Baukasten, jedoch muss hier die Heckrotornarbe und die Heckrotorblatthalter wieder mit Gefühl und Schraubensicherung angebracht werden. Alle anderen Schrauben, die schon fest scheinen müssen ebenfalls auf den Sitz und Schraubensicherung kontrolliert werden, sonst könnte es schnell beim Erstflug in einem Crash enden.

Beim T-Rex 450 Pro V2 kommt ein Starantrieb zum Einsatz. Die Starantriebswelle wird mit nur einem Kugellager im Heckrohr gelagert, es wird wahrscheinlich ausreichen, ob 2 Stück sinn machen stellen wir mal in den Raum, Fakt ist, bei 2 erhöht sich wieder die Reibung. Das Kugellager wird mit dem Innenring auf die Starantriebswelle und dickflüssigem Klebstoff geklebt. Weniger Kleber ist oft mehr, bei Unachtsamkeit kann der Klebstoff schnell in das Kugellager gelangen und dieses blockieren.

Wurde die Starantriebswelle ordnungsgemäß und leichtgängig mit dem Kugellager inklusive Dämpfung im Heckrohr untergebracht, kann das Heckrohr auch schon mit dem Heckrotorgehäuse gepaart werden. An einem Ende des Heckrohres ist ein kleines Loch welches zum Heckrotor gehört und dort an die vorgesehene Stelle eingebracht wird. Auf der vorderen Seite des Heckrohres sind 2 längliche Schlitze, diese kommen in das Heckauslegergehäuse.

Als nächstes wird das Hauptzahnrad mit der Hauptrotorwelle samt Rotorkopf im Chassi montiert. Es liegen 2 kleine Unterlegscheiben bei, die gegebenenfalls auch genutzt werden sollen damit das System spielfrei wird.

Der Motor wird nun mit dem beiliegenden 15er Ritzel bestückt, die Ausrichtung und das Spiel wird erst kurz bevor der Motor festgeschraubt wird bestimmt. Es gibt auf beiden Seiten des Chassis eine Bohrung um das Ritzel endgültig zu befestigen. Der Motor kann nachdem die Servos eingebaut wurden nicht mehr nachjustiert werden, daher muss hier schon alles stimmen.

Der Regler des T-Rex 450 Pro V2 bekommt seinen Platz im Chassi unter der Akkurutsche. Die Kabelverlegung ist hierbei klar vorgegeben und ermöglicht keinen Spielraum.

Nachdem die 3 Taumelscheibenservos DS410M für die jeweilige Position mit den dazugehörigen Servohebeln versehen wurden und die Neutralstellung, also der Mittelpunkt beachtet wurde,

finden diese den richtigen Platz im Chassi. Im kleinen T-Rex wird auf eine extra Dämpfung der Servos verzichtet. Auch die Taumelscheibenanlenkungen sind fix in der richtigen Länge eingestellt und angebracht.

Im Gegensatz zu den Taumelscheibenservos wird das Heckservo mit den üblichen Servodämpfungen in der Heckhalterung befestigt. Das Heckservo kann erst eingeschraubt werden, nachdem die komplette Verkabelung gemacht wurde, den sonst kommt man nicht mehr an die Servosteckplätze des 3GX heran. Zugegeben, es ist nicht gerade viel Platz dort unten im Chassi, doch es schaut ordentlich aus.

Wir haben uns beim Empfänger für einen Spektrum Satelliten entschieden, dieser kann wie andere Summensignal Empfänger spielend mit dem 3GX nach Anleitung verbunden werden. Der Empfänger wird auf dem Heckauslegergehäuser für einen optimalen Empfang ausgerichtet.

Zum Einstellen der RC-Anlage geben wir den Tipp, dass ihr euch als erstes im Sender einen leeren Speicherplatz sucht, diesen dann als Hubschrauber Model mit 120 Grad Taumelscheibenmissung definiert. Dann geht ihr in eure Gaskurve und programmiert dort auf der ersten Flugphase “aus” ein, also eine konstante 0 Gerade, damit der Motor nicht anläuft. Als Sicherheit empfehlen wir im Programmiervorgang immer 2 Phasen vom Motor zur entfernen.

Im weiteren Verlauf der Programmierung schaut ihr ob die Servos in die richtige Richtung laufen, sollten sie es nicht, müsst ihr diese umdrehen. Die Nick und Roll Funktionen müssen sich nach wie vor in die richtige Richtung neigen. Erst wenn dieses Grundsetup steht könnt ihr das 3GX auf eure Fernsteuerung einstellen, wie dies funktioniert, entnehmt ihr bitte der beiliegenden Anleitung.

Nachdem nun alles eingestellt ist kann der T-Rex 450 Pro V2 in die Luft. Der Bau der Hubschraubers ist in wenigen Stunden erledigt, doch es ist immer darauf zu achten, dass die Mechanik stets einwandfrei und ohne Fehler aufgebaut wird. Bei den verwendeten Drehzahlen kann ein Baufehler schnell in einem Crash enden, dies soll jedoch vermieden werden.

Unser Fazit zum T-Rex 450 Pro V2:

Der T-Rex 450 Pro V2, welcher uns in der 3GX Super Combo vorlag, ist ein kompakter kleiner Hubschrauber der sich mit gekonnten Handgriffen schnell aufbauen, gut einstellen und ordentlich fliegen lässt. Durch seine Größe ist er günstig in der Anschaffung und auch gut geeignet für Anfänger bis Fortgeschrittene.

Als Indoorheli ist er schon fast zu groß und birgt durch die nötigen hohen Drehzahlen für gute Flugeigenschaften ein gewisses Risiko. Im Outdoor Bereich ist er ein gutmütiger Hubschrauber der bei einem Absturz auch mal etwas verzeiht und nicht gleich den Räuber im Geldbeutel spielt.

Um den T-Rex 450 Pro V2 jedoch im Grenzbereich zu bewegen sind gewisse Modifikationen am Heck und Flybarless System nötigt. Der T-Rex 450 Pro V2 erhält von uns eine positive Kaufempfehlung. Align hat beim V2 Update gute Arbeit geleistet und die Qualität der Mechanik ist ebenfalls gut, wenn auch mit ein paar Tücken beim Einbau der RC-Komponenten oder die Möglichkeit zum nachjustieren des Motors.

Wir bedanken uns bei der Firma rc-city.de, welche uns diesen Hubschrauber für den Bericht freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat.