Align T-Rex 500 CF Baubericht

Der Bau

Endlich war es soweit, die ersten Baukästen des lang erwarteten T-Rex 500 sind in Deutschland eingetroffen . Ich war in der glücklichen Lage einen der ersten CF Baukästen zu bekommen und Testen zu dürfen.

Setup:
T-Rex 500 CF
Align 500 L Motor
Align 60 A Regler mit 13er Ritzel
Align 425er Blätter CFK
Logictech LTG-2100T
Futaba S 9257 am Heck
3x Hitec HS-82MG auf der Taumelscheibe

LiPo-Akku
6 LiPo-Zellen: 2x rc-city 3s1p mit 2100 mA

Alternativ
5 LiPo-Zellen: 1x FligthPower Evo 25 5s1p mit 3300 mA

Empfänger: Spektrum AR-7000

Sender: Spektrum DX-7

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Der Bau ging sehr zügig voran da die Passgenauigkeit der Teile wieder einmal perfekt war. Beim Bau selbst gab es keine Probleme oder Unklarheiten. Die einzelnen Bauschritte habe ich mit Ralf Pieper einen Vereinskollegen nach und nach fast Live in das rc-heli Forum Online gestellt.
Bei Interesse findet sich der ganze Bericht unter http://www.rc-heli.de/board/index.php?topic=80112.0.

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Da nun alles fertig war ging es an das Programmieren des Reglers. Als Einstellung habe ich folgende gewählt:
Bremse: Aus
Timing: Mittel
LiPo Unterspannungsabregelung: Mittel
Regler Modus
Reaktionszeit: Schnell
BEC-Spannung: 5,5 V

Bitte vor diesem Schritt den Motor vom Hauptzahnrad entfernen. Einfach den Motor lösen und ein paar Milimeter nach vorne schieben, so greift das Ritzel nicht mehr in das Hauptzahnrad und es besteht keine Gefahr bei einem Fehler, dass der Motor ungewollt den Hauptrotor antreibt.

Die Programmierung des Reglers gestaltet sich sehr einfach und ist ähnlich wie bei seinem großen Bruder – dem Align 75G Regler. Im Sender muss zunächst eine Gaskurve mit den Werten 0-25-50-75-100 eingestellt werden.
Um in den Programmiermodus des Reglers zu kommen, muss der Sender auf ‘Vollgas / Vollpitch’ stehen.
Nun wird der Regler mit dem Antriebsakku verbunden.
Der Regler gibt über den Motor eine abfallende Tonfolge aus wodurch der Programmiermodus bestätigt wird.

Jetzt folgen die einzelnen Programmier-Modi:
Als erstes wird die Bremse ausgewählt. Dem Benutzer stehen immer 3 verschiedene Einstellungen zur Verfügung. Die Erste wird mit ” Gas / Pitch aus ” ausgewählt. Um die zweite Einstellungsmöglichkeit auszuwählen, muss der Steuerknüppel auf Mittelposition gebracht werden. Um die dritte Möglickeit auszuwählen, wird der Steurknüppel auf Vollgas / Vollpitch ” gestellt.

Der erste Schritt – sprich das Programmieren der Bremse – wird durch 1 x Piepsen angezeigt. Nach jedem abgeschlossenem Programmierschritt folgt ein 3-facher Piepston zur Bestätigung.

Danach folgt der 2. und 3. Schritt usw.

Als Besonderheit sollte erwähnt werden, dass der letzte Programmpunkt, das Einstellen der BEC Spannung von 5,0 V; 5,5 V und 6 V nicht mit einen Ton bestätigt wird ! Trotzdem erfolgt die Auswahl wie bei den vorherigen Schritten.

Um die von mir gewählte Programmierung vorzunehmen geht man wie folgt vor :

Sender auf Vollgas / Vollpitch einschalten
Regler mit Flugakku Verbinden
3x Piepston abwarten

Sender auf Standgas = Bremse aus
Bestätigung abwarten

Sender auf Mitte / Halbgas = Mittleres Timing
Bestätigung abwarten

Sender auf Mitte / Halbgas = Mittlere Abschaltung
Bestätigung abwarten

Sender auf Vollgas / Vollpitch = Hubschrauber Governour Mode
Bestätigung abwarten

Sender auf Vollgas / Vollpitch = Schnelle Reaktionszeit
Bestätigung abwarten

Sender auf Mitte / Halbgas = BEC Spannung auf 5,5 V
Bestätigung abwarten

Flugakku vom Regler trennen und fertig ist die Programmierung.

Diese Kombination hat sich als Alltagstauglich bewiesen und funktioniert sehr gut.
Im Sender habe ich in Gasvorwahl 1 eine 80 % Gasgerade und in Gasvorwahl 2 eine 95 % Gasgerade gewählt. Die Empfindlichkeit des Kreisels wurde im Tail-Lock Modus auf 85 % gestellt. So steht das Heck und hat keinerlei Tendenzen auszubrechen. Natürlich muss der Kreisel zusätzlich im Normal Mode perfekt eingestellt werden um eine bestmögliche Performance zu erreichen. Das Einrastverhalten (Einstellung ‘Rotate Rate’) wurde auf den maximalen Wert gestellt, da sich diese Einstellungen bereits bei dem T-Rex 450 SE V2 bewährt haben.

Im Taumelscheibenmischer wurden für Roll und Nick 60 % eingestellt und auf Pitch 70 %. So erhält man einen sehr wendigen aber nicht zu nervös wirkenden Hubschrauber. Die Pitchwerte erreichen so +/- 15 °

Nachdem alles fertig eingestellt war, ging es zum Erstflug. Hier der Größenvergleich T-Rex 600, 500 und 450:

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Hier gibt es eigentlich nichts zu sagen da alles auf Anhieb passte und selbst der Spurlauf musste nicht nachgestellt werden. Nach ein paar kleinen Trimmkorrekturen ging es los. Der Heli liegt sehr direkt am Steuerknüppel und fliegt sich wie sein großer Bruder.

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Nach den ersten paar leichten Runden wurde auf Gasvorwahl 2 hochgeschaltet. Was mich danach erwartete war der Wahnsinn. Der Heli schießt in den Himmel wie eine Rakete. Die Leistung ist mit einem großen, mit 10 LiPo-Zellen ausgestatteten Heli zu vergleichen. Durch sämtliche Figuren geht er schnurgerade und folgt präzise jeder Steuereingabe.
Nach 5:30 Minuten kam die Landung mit Autorotation. Kein Problem, doch sollte man diese beherrschen da nicht unendlich viel Energie zur Verfügung steht.

Der von mir zusätzlich installierte und beim Start eingeschaltete Datenlogger ergab eine Stromspitze von 60A was 30C Belastung für die Zellen entspricht. Der Durchschnittsstrom lag bei akzeptableren 35 A was etwa 15-18 C entspricht. Die verbrauchte Energiemenge lag nach 5:30 Minuten bei 1980 mA.

Als nächstes stand der Flug mit dem 5-zelligen Lipo-Akku an, ebenfalls mit 13er Ritzel. Dieses Setup ist denke ich für etwa 90 % der Piloten ausreichend. Der Heli geht auch hier durch alle erdenklichen Flugfiguren, allerdings nicht mit so viel Leistungsüberschuss wie bei dem Flug mit 6 Lipo-Zellen. Das Gewicht mit den 5s 3300er Evo Zellen liegt etwa 40 Gramm über dem 6s Setup und schlägt so kaum merkbar zu Buche.
Nach 6 Minuten Flug waren 2000 mA verbaucht mit einer Stromspitze von 40 A und einem Durchschnittststrom von 22 A. Damit liegt man gerade bei 12 C Spitzenstrom und 8C Dauerstrom was eine Langlebigkeit der Akkus vermuten lässt. Die Flugdauer sollte so bei mindestens 7:30 Minuten Kunstflug und sicher 10-12 Minuten Rundflug liegen. Bei 3D Flug wird man ca. 5.§0 Minuten erreichen.
Möchte man mit 5s mehr Leistung haben muss man auf ein größeres Ritzel mit 14 oder 15 Zähnen gehen.

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Ich habe kurz vor Ende des Berichts die neuen Align Ritzel erhalten und konnte so schon mal ein Paar Flüge mit 5s Lipo 3300 mA FlightPower Evo Zellen machen.
Ich habe mich für ein 15er Ritzel entschieden wie Jason Krause es auch benutzt. Die Leistung steht der von 6s so in nichts nach. Die Flugzeit liegt hier allerdings etwas höher als bei dem 6s Setup. Bei Kunstflug mit 3D Einlagen erreicht man so eine Flugzeit von etwa 7:30 Minuten und es sind noch 30 % Restkapazität im Akku.

Das 4s Setup werde ich auch noch testen, doch leider stehen mir im Moment noch keine Passenden Akkus zur Verfügung. Dies wird aber nachgeholt.

Fazit:
Mit dem T-Rex 500 hat Align einen Volltreffer gelandet. Der Heli fliegt sich sehr ruhig ist aber dennoch sehr agil. Die Sichtbarkeit ist deutlich besser als die eines 450er Helis. Durch seine hohe Eigenstabilität eignet sich der Heli auch für den Einsteiger. Mit entsprechender Kopfdrehzahl geht es dann auch für den Fortgeschrittenen RC-Helipiloten ordentlich zur Sache.
Somit hat Align meiner Meinung nach den perfekten ‘Kofferaum – Spaß- Heli’ entwickelt.

Mängel konnte ich keine feststellen. Lediglich die Kopfdrehzahl sollte die 2200 RPM überschreiten um einen gut zu steuerndes Heck zu bekommen. An der Haube müssen leider im Bereich der vorderen Servos 2 Aussparungen für die Servogestänge getätigt werden.

Nachtrag :

Ich empfehle DRINGEND bei der Einstellung der BEC Spannung des Reglers nur die 5,5 V Einstellung oder die 6 V Einstellung zu wählen, da es Probleme mit der Leistung des BEC´s bei der 5 V Einstellung geben kann.
Aus Sicherheitsgründen verwenden Sie bitte nur 5,5 V oder 6 V als BEC Spannung. Dies habe ich ausgiebig getestet und selbst bei einer Belastung von 5 A gab es dort keine Probleme.

Markus Siering.